3. Meditation – das Erwachen

Wie viele “Erleuchtete” und insbesondere hier, Dark Buddha, Lehren, ist das Erkennen des Augenblickes ein essentieller Schritt, um sich seiner selbst bewußt zu werden und somit die Einstellung zum gesamten Leben grundlegend zu ändern, oder einfach richtig zu stellen.

Es wird nicht jedem gelingen, nur der fähige Geist wird in der Lage sein, diese unsichtbare Begrenzung zu überschreiten. Dies geschieht langsam, während des Denkens über genau diesen Augenblick und dem Erkennen einer neuen Freiheit des eigenen Seins.

Erkenne den Augenblick, erkenne dich selbst, schau in die Welt, sieh die Menschen mit dem Bewußtsein deiner neuen Erkenntnis, denke und schau erneut hin, siehst Du, wie sie wie dumme Viecher auf der Weide stehen und diese Weide mit ihren Hufen zertrampeln, bis sie bald selber nicht mehr wissen, was sie essen sollen, weil sie die saftige Weide in einen Haufen unförmigen Matsch verwandelt haben ?

Der traditionelle Buddhismus lehrt, Leben ist leiden. Deshalb haben die Erleuchteten Mitleid mit allen Wesen. DarkDharma verzichtet direkt auf dieses Mitleid, es lenkt uns nur vom Wesentlichen der Realität ab, dem Augenblick. Nur ohne Mitleid ist es möglich vollkommen rein ins Nirvana überzutreten.

Lese diesen Satz, ja genau diesen hier, bitte jetzt nicht bis zu seinem Ende.

Ein fähiger Geist ist nun bereit folgende Erfahrung zu machen:

Während Du dies gerade liest, versuche Dich zu entspannen, stell Dir vor, Deine Augen streicheln über diese Wörter, sie schweben über diese Sätze und es gefällt Dir, das Deine Erfahrung bald bereichert sein wird. Lese langsam, versuche Deine Gedanken auf die Sätze, die Wörter und den Sinn darin zu fixieren, lese wiederholt immer wieder einzelne Satzteile, versuche Deine Sorgen, Deine Fragen, Deine Umgebung gedanklich auszublenden, versuch es einfach, denke an genau diesen Augenblick in dem Du dieses Wort gelesen hast und sage zu Dir selber, ich habe gerade diese Wörter gelesen, ich weiß, das ich sie immer noch lese, ich merke, wie meine Augen über die Zeilen wandern, ich lese einfach und spüre, wie ich bewußter lese, ich lese, weil ich es will, weil ich da bin, weil es genau der Augenblick ist, wo meine Augen das Wort Scheiße erfassen.

Hast Du gemerkt, wie dieses Wort Dich für einen Augenblick berührt, bzw. erschreckt oder irritiert hat ? Sammle Dich und denke an genau diesen Augenblick, als Dein Verstand auf dieses Wort stieß, frage Dich: “Bin ich es der hier sitzt und diese Lesemeditation liest ?” Halte jetzt das Gefühl dieses Augenblickes fest und versuche ihn Dir zu merken, wie war das, als Du Dich selber und den Ruck in Deinem Geist beim lesen dieser Zeilen gespürt hast ?

Du hast soeben Deinen Geist gespürt und eine Grenze berührt, vielleicht sogar überschritten. Versuche Dir jeden Augenblick, den Du erlebst bewußt zu werden, egal was Du gerade machst, bzw. durch dieses Bewußtwerden wird Dir Deine momentane Tätigkeit erfaßbarer und Du merkst, das Du lebst, Du bist hier im Jetzt, schau Dich um, Du bist nicht alleine und doch bist Du jetzt einsamer als vorher – willkommen beim Dark Dharma.

Wenn Du Deine Augen morgens aufschlägst, denke zur Übung immer als erstes folgendes:

“Ich bin da und lebe, alle Anderen sind wohl auch noch da, wenige denken bestimmt, was ich gerade gedacht habe – ich bin da und lebe, alle Anderen sind wohl auch noch da … “

Lege Dich anschließend auf den Rücken, schließe die Augen, atme einmal tief ein und aus, sage Dir selbst in Gedanken, dies war mein Atem, ich liege hier, ich weiß, daß ich hier liege, ich weiß, daß ich lebe !

Steh auf, schau aus dem Fenster, suche Dir einen Mitmenschen und frage Dich innerlich: “Weiß dieser Mensch eigentlich das, was ich jetzt weiß ? – lebt er den Augenblick und handelt bewußt, oder spult er nur sein tägliches Programm ab ? Ist ihm bewußt, das er denkt in jedem Augenblick seines Seins ?”

Lebe nun den Tag und erkenne jeden Augenblick, gestern ist vorbei, morgen noch nicht gekommen, jetzt bist Du hier – erkenne, lebe, befrei Dich von den geistigen Zwängen dieser Gesellschaft, ab sofort ist Dir bewußt, was Du wie tust und welche Auswirkungen Dein Tun haben kann – willkommen im Leben, Bruder.

seid einfach, jetzt !

(DarkBuddha)